envion AG: umstrittene Kapitalerhöhung entsprach Schweizer Recht

BDO-Wirtschaftsprüfer präsentieren Ergebnis der rechtlichen Prüfung

Baar, 20.06.2018. Die Schweizer Niederlassung der weltweit agierenden Wirtschaftsprüfungsgesellschaft BDO bewertet die Kapitalerhöhung bei der im Kanton Zug ansässigen envion AG als rechtens. Dies ist das Ergebnis einer umfassenden rechtlichen Prüfung.

Anschuldigungen von Seiten einer Gruppe um den Berliner Startup-Gründer Michael Luckow erweisen sich somit als haltlos und sollen wohl von spektakulären Enthüllungen über Manipulationen im Zuge des envion-ICO ablenken.

Der envion-ICO zwischen Dezember 2017 und Januar 2018 gilt als eine der erfolgreichsten Crowdfunding-Aktionen der jüngeren Vergangenheit und übertraf alle Erwartungen. 86 Mio. Token mit einem Nennwert von 1 US-Dollar wurden weltweit platziert.

Mit der technischen Umsetzung des envion-ICO war die Firma Trado GmbH unter der Leitung von Michael Luckow beauftragt.

Bereits Ende Februar 2018 kam der Verdacht auf, dass beim envion-ICO mehr als 20 Mio. Token ohne Deckung durch den Prospekt erzeugt und verbreitet wurden. Ein Teil dieser digitalen Wertpapiere wurde an Crypto-Börsen verkauft.

Daraufhin hatten Woestmann und sein Rechtsanwalt Thomas van Aubel durch eine Kapitalerhöhung die Mehrheit bei der envion AG übernommen, um das eingesammelte Anlegervermögen vor dem Zugriff von Michael Luckow zu schützen.

Das Handelsblatt berichtete am 28.5.2018 unter dem Titel “Krypto-Start-up Envion sucht nach verschwundenen Millionen”.

Ein deutsches Gerichtsverfahren, das Michael Luckows Trado GmbH gegen die Kapitalerhöhung bei envion angestrengt hat, wird in Kürze verhandelt.