Betrugsverdacht bei Crowdfunding-Aktion // Gericht verbietet Trado GmbH Kommunikation im Namen der envion AG

In einer Einstweiligen Verfügung (AZ: 27 O 241/18) gegen die Trado GmbH, vertreten durch ihren Geschäftsführer Michael Luckow, verbot das Landgericht Berlin Aussagen über die Geschäftsentwicklung der envion AG sowie Werbeaussagen zu tätigen, die darauf gerichtet sind, Anleger zum Erwerb der von der envion AG herausgegebenen Token (EVN) zu veranlassen.

Die Trado GmbH war als Dienstleister beauftragt, den envion-ICO sowohl technisch als auch durch werbliche Maßnahmen zu begleiten.

Der envion-ICO zwischen Dezember 2017 und Januar 2018 gilt als eine der erfolgreichsten Crowdfunding-Aktionen der jüngeren Vergangenheit und übertraf alle Erwartungen. 86 Mio. Token mit einem Nennwert von 1 US-Dollar wurden weltweit platziert.

Ende Februar 2018 entdeckte envion-Chef Matthias Woestmann, dass zusätzlich zu den beim envion-ICO platzierten Token rund 40 Mio. Token ohne Beschluss des envion-Verwaltungsrats erzeugt wurden, davon mehr als 20 Mio. Token ohne Deckung des Prospekts. Ein Teil dieser digitalen Wertpapiere wurde von den Tätern an Crypto-Börsen verkauft.

Das Handelsblatt berichtete am 28.5.2018 unter dem Titel “Krypto-Start-up Envion sucht nach verschwundenen Millionen”.